In diesem Jahr feiert die Königliche Kommission für Toponymie und Dialektologie (KCTD) ihr hundertjähriges Bestehen. Dieser besondere Meilenstein wurde am Samstag, dem 17. Oktober, in den Königlichen Stallungen gefeiert.

Als Partner der KCTD seit 1947 (nach einem Beschluss, der auf dem Zweiten Internationalen Kongress für Toponymie und Anthropologie gefasst wurde) nahm das NGI, das selbst sein 50-jähriges Bestehen feiert, an der Jubiläumsveranstaltung teil.

Beide Organisationen spielen eine zentrale Rolle bei der Standardisierung und Verwaltung der belgischen Toponymie. Durch die Kombination der wissenschaftlichen, sprachwissenschaftlichen und historischen Fachkenntnisse der KCTD mit der Expertise des NGI in den Bereichen Erfassung, Verwaltung, Standardisierung und Darstellung geografischer Namen sorgen sie für eine einheitliche Namensgebung im gesamten Staatsgebiet.

Die verschiedenen Referenten der KCTD sowie die Generalverwalterin Ingrid Vanden Berghe und die Abteilungsleiterin für Toponymie Jeanne Henrion vom NGI beleuchteten die Toponymie und die Rolle beider Organisationen aus ihren jeweiligen Perspektiven. Obwohl sie beide unterschiedliche Aufgaben erfüllen, teilen sie die Überzeugung, dass Ortsnamen mehr sind als nur Namen: Sie sind Teil unseres Kulturerbes, vertiefen das Wissen über unser Staatsgebiet und sind mit den dort lebenden Gemeinschaften verbunden.

Nach den Vorträgen hatten die interessierten Teilnehmer Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen und sich mit den Produkten und Dienstleistungen des NGI sowie der Arbeitsweise der KCTD vertraut zu machen.

Möchten Sie mehr über die Rolle des NGI in der Toponymie erfahren? https://ngi.be/de-rol-van-het-ngi-in-het-beheer-van-geografische-namen/ (Seite auf Niederländisch)