Geschichte

Von der Tapete zu Karten

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Foto: Geografen bei der Arbeit mit dem Scitex am NGI in den 80er Jahren.

Herman Prils (aktiv 1976-2010)

In den frühen 1980er-Jahren bauten wir im NGI eine Maschine, die ursprünglich für den Druck sich wiederholender Muster auf Tapetenpapier vorgesehen war, zu einem Gerät für die Erstellung digitaler Karten um. Es handelte sich um ein System der Firma Scitex, eigentlich Scientific Textile, die Software und Computer für den Farbdruck auf Textilien entwickelte. Der Scitex Response 250, der 1979 eingeführt wurde, war zu seiner Zeit geradezu revolutionär. Das Gerät konnte Bilder in hoher Qualität einscannen, sie digital bearbeiten und als Computerdateien auf Fotofilm drucken.

Im NGI wurde die Software dieser Maschine so modifiziert, dass wir anstelle von Tapetenmustern Kartensymbole entwerfen konnten, die wir dann auf Film druckten. Während wir früher für jede Farbe einzeln und manuell einen Film erstellen mussten, konnten wir jetzt plötzlich die erforderlichen Druckfilme für jede Farbe aus einer einzigen Computerdatei ausdrucken lassen. Mit diesen Filmen konnte die Druckerei dann Karten in großen Auflagen drucken. Diese Innovation bedeutete einen enormen Effizienzgewinn und markierte den Beginn des Übergangs zur digitalen Kartierung.

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